Gemeinschaft zur Förderung des missionarischen Werkes von Bruder Johannes Baptista Stiehle CSsR. e.V.   © 2006ff

21.05.2016

Besuch aus Ecuador

Der Schulvorstandsvorsitzende der Deutschen Schule in Cuenca, Jorge Roca, hat einen Besuch in Dächingen gemacht, um den Geburtsort von Bruder Johannes Baptista Stiehle kennenzulernen.

Am Wochenende vom 20. bis 22. Mai war Herr Roca zu Gast in Dächingen. Mit einem abendlichen Spaziergang durch Dächingen konnte unser Gast die Heimat von Bruder Johannes erkunden. Dass das Geburtshaus von Bruder Johannes heute noch steht sowie Spuren von ihm in Dächingen existieren, löste Bewunderung aus. Anschließend ging es ins neu gestaltete Museum im Rathaus. Dort ausgestellt ist unter anderem das originale Profeßbuch von Bruder Johannes, wenngleich hinter verschlossener Vitrine. Für besondere Gäste wird dann die Vitrine schon mal geöffnet und so konnte Herr Roca das Buch in eigenen Händen halten und darin blättern.

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Bild: Vorstandschaft und Schulvorstandsvorsitzender der Deutschen Schule in Cuenca, Jorge Roca (2. v.li.) im Stiehle Museum

Anschließend fand eine Vorstandssitzung gemeinsam mit Hern Roca und dem aus Contwig angereisten ehemaligen Schulleiter der Deutschen Schule in Guayaquil Dr. Richter statt. Schulvorstandsvorsitzender Roca berichtete über die Situation des Stiehle-Museums in Cuenca. Demnach ist das Museum seit geraumer Zeit geschlossen und die Exponate verschwunden, was alle bedauern. Die Deutsche Schule in Cuenca, die den Namen von Bruder Johannes trägt, möchte dazu beitragen, ein kleines Museum für Bruder Johannes einzurichten. Das Original-Zeichnungsbuch, immerhin etwa 1000 Seiten stark sei wieder aufgetaucht und werde digitalisiert, sodass wir es auf unserer Homepage zeigen können. Leider fehlen darin etwa 100 Seiten, die bei einer früheren Ausleihe ausgerissen und wohl von "Andenkenjäger" eingesackt wurden.

Am Samstag fand noch ein Besuch des Ulmer Münsters statt. Dieses ist ein wichtiger Ort, weil sich im Zeichnungsbuch von Bruder Johannes eine Postkarte vom Münster befindet. Bei der  anschließenden Tour durch das Fischerviertel konnten nochmals viele Gedanken rund um die Herkunft von Bruder Johannes und seinem/unserem schwäbischen Gemüt ausgetauscht werden. Mit dem Wort Gemüt ist die "fühlende Seele" gemeint, eine Eigenschaft, die bei Bruder Johannes stark ausgeprägt sein durfte. Zurück nach Dächingen durfte ein Abstecher zum Blautopf nicht fehlen. Es sind diese Momente auf dem Bänkle unter den großen Buchen vor dem türkis-blauen Quelltopf, die keiner Konversation bedürfen. Unser Gast hat seinen Besuch sichtlich genossen und sich bei der Vorstandschaft dafür bedankt.